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[Testbericht] rangefinder Kameras, Bessa R2a, Leica M8, Leica M9

    • wenn ein thread soviele bilder hat, wird's langsam nervig beim aufruf --((

      ansonsten hiermal meine meinung:
      kein autofocus, kein zoom, keine telebrennweiten, mageres rauschverhalten und kamera und objektive gnadenlos teuer. fazit: eingeschränkter einsatzbereich und allenfalls als zweitkamera einsetzbar. die verfügbarkeit folgender konkurenten führt bei mir zu der überlegung, dass ich auf die leicas leichten herzens verzichten kann:

      1. canon 5dmkII mit manuellen festbrennweiten von voigtländer und zeiss. nur unwesentlich größer, aber qualitativ annähernd gleich bzw. besser und auf jedenfall wesentlich günstiger zu haben.

      2. rollei 35, olympus xa oder altes slr system mit manuellen focus zusammen mit einem ordentlichen filmscanner der 3500dpi klasse und vuescan. das ist der charme der analogfotografie gepaart mit dem sympathiefaktor von old fashioned kleinstkameras. der heilige gral.

      3. kompaktkameras von fuji, sigma, canon, panasonic – wenn' s klein, immer dabei und schnell sein soll. die hauptnachteile: kaum spiel mit der tiefenschärfe möglich und meist ohne sucher.
    • Meiner Meinung nach ist der Leica Kram überteuerter schikkimikkiprestigeschnickschnack für Ärzte und Professoren die jeden früh mit ihrem großen Benz zum Supermarkt fahren weil dort die Brötchen so schön billig sind.

      Wenn ich Street Interessen verspüren würde würde ich mir eine kompakte analoge SLR mit Lichtschacht und nen vernünftigen Scanner besorgen. Oder eben die 5d mit 50mm.

      MfG Knüppi
      Das Leben ist wie ein Histogramm. Mal geht's bergauf, mal geht's bergab. Und nach ner durchzechten Nacht hat man Tonwertabrisse. :D

      Knueppixx-Blog

      Achja und Du siehst heute wieder fantastisch aus!
    • Ich denke hier gehts weniger um die Technik, sondern um die Faszination Leica.

      Diese Traditionsfirma hat leider den Aufsprung in die digitale Welt ein wenig verpasst, ging Kooperationen ein (wie die mit Panasonic, aus der baugleiche Pana-Modelle hervorgingen, die für ein Bruchteil des Leica-Preises verkauft wurden) und versuchen nun in altbekannte Gehäuse moderne Technik unterzubringen.

      Aber he, man kauft heutzutage auch Lomos (OK, zu einen winzig kleinen Betrag der leica), derren Qualität was für Enthusiasten ist.

      Warum Mercedes fahren, wenns auch ein Kia sein kann? Weil man mit dem Benz Spaß haben kann...
      -derzeit ohne Signatur-
    • OT:
      Ich verstehe euren Auto-Vergleich nicht!
      Sind doch alles nur Blechkisten, mit 4 Rädern und einem Namen dran!
      Warum habe ich mit einem Benz mehr Spaß, als mit einem Kia?!
      Die Dinger fahren doch beide und bringen mich von A nach B. Und da macht noch nicht einmal das eine Auto seine Sache besser als das andere!
      Also, doofer vergleich! Für mich ist das alles nur Einbildung! Fahrzeug=Fahrzeug

      Bei Kameras ist es eigentlich ähnlich, finde ich... :rolleyes:
      Eine Kamera ist nichts anderes als ein Werkzeug um das festhalten zu können, was man sieht.
      Die eine macht ihre Sache besser, die andere schlechter. Am Ende machen sie aber genau dasselbe... Bilder!

      Ich kann den extremen Aufpreis für so eine Leica beim besten Willen nicht verstehen! Was macht eine (aktuelle) Leica so besonders? Eigentlich nichts! zumindest nichts, was den Preis rechtfertigt!
      Und den "Mythos" kann man sich auch an den Hut schmieren, es gibt für weniger Geld bessere "Lichteinfang"-Werkzeuge!
    • micha ich will jetzt nicht kritisieren, nur meine meinung dazu schreiben

      Original von Michael
      OT:
      Ich verstehe euren Auto-Vergleich nicht!
      Sind doch alles nur Blechkisten, mit 4 Rädern und einem Namen dran!
      Warum habe ich mit einem Benz mehr Spaß, als mit einem Kia?!
      Die Dinger fahren doch beide und bringen mich von A nach B. Und da macht noch nicht einmal das eine Auto seine Sache besser als das andere!
      Also, doofer vergleich! Für mich ist das alles nur Einbildung! Fahrzeug=Fahrzeug


      du sprichst von unterschiedlichen marken, nicht unbedingt autos. bei autos kommt es doch eindeutig auf den einsatzzweck an. wird ein auto von einer marke nicht gebaut greift man halt zur nächsten, wenn man eins für diesen bestimmten einsatzzweck braucht. n kia pride von '91 würde ich mir nicht kaufen - n 190er Mercedes schon ^^ weil der 190er eindeutig mehr spaß machen kann als der kia :)

      Bei Kameras ist es eigentlich ähnlich, finde ich... :rolleyes:
      Eine Kamera ist nichts anderes als ein Werkzeug um das festhalten zu können, was man sieht.
      Die eine macht ihre Sache besser, die andere schlechter. Am Ende machen sie aber genau dasselbe... Bilder!


      und damit schreibst du es ja eigentlich selber schon


      Ich kann den extremen Aufpreis für so eine Leica beim besten Willen nicht verstehen! Was macht eine (aktuelle) Leica so besonders? Eigentlich nichts! zumindest nichts, was den Preis rechtfertigt!


      schonmal die gehälter und die lohnnebenkosten von den mitarbeitern gesehen? deutsche handarbeit hate qualitativ einen ganz anderen stellenwert als indonesische. schau dir die uhren von glashütte an.


      Und den "Mythos" kann man sich auch an den Hut schmieren, es gibt für weniger Geld bessere "Lichteinfang"-Werkzeuge!

      die leica ist kein wegwerfprodukt (gut die mit sensor vielleicht ^^) die sind dafür ausgelgt, dass sie über generationen hinweg funktionieren oder zumindest reperariert werden können und es sich auch lohnt.

      du gehörst nicht unbedingt zur zielgruppe (das soll jetzt in keinster weise beleidigend sein) leica sind für die gemacht, die die feinheiten und vorteile zu schätzen wissen. fotografen, die mit ner Leica R8 am Nordpol fotografieren können ohne das was einfriert... da sieht man mit ner consumer nikon/canon/pentax die zwar ähnliche funktionen hat ziemlich alt aus, reicht ja schon, wenn die akkus zsammenbrechen.

      also um mal mit autos zum schluss zu kommen.
      will man mit den autos geld verdienen hat man andere prioritäten als wenn man damit zum spaß rumfährt oder einfach nur auf arbeit kommen muss. und wenn jemand mit nem Oldtimer im alltag auf arbeit fahren will, ist das seine persönliche sache - ich würde ihm viel spaß damit wünschen :)

      steini viel spaß mit deinem alltagsoldtimer :D
      Um weitere Kosten zu vermeiden, möchte Ich sie bitten davon abzusehen mir weitere Mahnungen zu schicken.
      Die Wahrheit liegt nicht in mehr Antworten, sondern in weniger Fragen

      oder auf meiner neu gestalteten hp -> www.styxn.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Styxn ()

    • Und den "Mythos" kann man sich auch an den Hut schmieren, es gibt für weniger Geld bessere "Lichteinfang"-Werkzeuge!

      a) Betrachte eine Kamera nicht grundsätzlich alleinig als Werkzeug! Denn wieso z.B. kaufen sich manche Leute ein handgeschmiedetes Messer? Weil es keine Massenware ist.
      Fotografie ist ja nicht nur Arbeit, sondern auch für manchen ein Hobby. Und wie sie dieses Hobby verfolgen, ist jeden selbst überlassen. Das können Sie mit einer Leica machen oder auch mit einer Einwegkkamera.

      b) um wieder auf den Autovergleich zu kommen: Wieso sind alte Audi quattros so sehr gefragt, wenn es auch bessere neue gibt?

      Du betrachtet die Sache so einseitig.

      Übrigens: Eine Leica hat weniger Wertverlust als ein Werkzeug ala Canon. Sehe es deswegen auch mal als Anlage.
      -derzeit ohne Signatur-
    • :rolleyes: Hm OK, ihr habt mich überzeugt, kam vielleicht auch etwas ungünstig rüber. Natürlich ist eine Kamera nicht nur ein Werkzeug, Fotografieren macht natürlich auch Spaß und da ist es wichtig eine Kamera in der Handzuhalten, die seinem Geschmack entspricht und mit der man sich wohlfühlt.

      Und mit dem Autovergleich... Hm, also für mich ist ein Auto ein reines Nutzfahrzeug, ich empfinde beim Autofahren kein Spaß, mag auch daran liegen, daß ich grundsätzlich nicht gern Auto fahre.
      Ein Auto muss funktionieren, wenn es das ein sehr altes Auto besser tut, als z.B. ein neueres ist es natürlich gerechtfertigt, ein altes Auto sich anzuschaffen. (mal ganz allgemein ausgedrückt).

      @ Steini, natürlich wünsche ich dir auch viel Spaß mit deinem "Oldie".
    • Hier mal ein link um klar zu machen, wovon wir hier sprechen.

      narürlich, wenn geld keine rolle spielen würde, wäre die auswahl klar.

      präzission, wertigkeit und einschmeichelnde haptik – wer würde sich nicht eine leica in die tasche stecken... damit fotografieren soweit es geht.
    • Endlich mal ein bisschen Diskussion find ich top.

      wenn ein thread soviele bilder hat, wird's langsam nervig beim aufruf


      Da haste recht, ich hab die meisten Bilder zu links gemacht, bis auf ein paar Aufhänger zur orientierung und lasse nur die aktuellsten als Bilder drin, so sieht man auch gleich was neu ist.

      Meiner Meinung nach ist der Leica Kram überteuerter schikkimikkiprestigeschnickschnack für Ärzte und Professoren die jeden früh mit ihrem großen Benz zum Supermarkt fahren weil dort die Brötchen so schön billig sind.


      Interresante Meinung, ich muss sagen genau von der Sorte kenne ich niemand der eine Leica besitzt. Und da kann ich auch gar nicht mitgehen. Mit Leicas ist man heute unaufällig, die meisten wissen nicht mal was das ist und das ist ein Vorteil, nur jmd der sich auskennt erkennt einen.

      Wenn ich Street Interessen verspüren würde würde ich mir eine kompakte analoge SLR mit Lichtschacht und nen vernünftigen Scanner besorgen. Oder eben die 5d mit 50mm.


      Ebenfalls eine gute Wahl, freu mich auf die Bilder wenns dich mal dazu zieht.

      Und den "Mythos" kann man sich auch an den Hut schmieren, es gibt für weniger Geld bessere "Lichteinfang"-Werkzeuge!


      Wer für möglichst wenig Geld viel " Werkzeug " haben will wird keine Leica kaufen das stimmt. Das ist was für Liebhaber die Spass daran haben. Ich würde mir z.B. auch keinen 300 EUR Wein kaufen, weil ich den Unterschied zum 5,99 EUR Wein von Aldi nicht würdigen könnte. Hat halt jeder seine Richtung.

      präzission, wertigkeit und einschmeichelnde haptik – wer würde sich nicht eine leica in die tasche stecken... damit fotografieren soweit es geht.


      <THX>


      So und jetzt mal ein wenig Bericht aus dem Urlaub. Die Leica war ein treuer und ständiger Begleiter und hat micht nicht enttäuscht. Allerdings war die Hasselblad als "Ergänzung" ebenfalls sehr gut. War ein super Gespann.

      Ich hatte Tagsüber nur die Leica mit, da einfach leichter und einfacher zum mitnehmen. Abends oder zu reinen Foto Ausflügen hatte ich dann die Hassi dazu.

      Hier mal ein paar Eindrücke, was Landschaftstechnisch so geht.

      1. Regenbogen, wir waren eigentlich einfach spazieren am Strand, da hat es uns total eingeregnet, doch irgentwie hat sich das Wetter sofort entschuldigt mit diesem traumhaften Regenbogen.

      Panorama aus 7 Einzelbildern mit der M8 und dem Elmarit.

      kevin.a-k-photo.de/landscapeurlaub/Ostsee/ostseepano1.jpg

      Und mal zwei Langzeitbelichtung mit der M8:

      kevin.a-k-photo.de/landscapeurlaub/Ostsee/ostsee1.jpg

      kevin.a-k-photo.de/landscapeurlaub/Ostsee/ostsee10.jpg

      Was interresant ist, die Leica führt nach Belichtungszeiten über 2 sekunden eine interne Rauschreduzierung durch. Dies dauert genauso lang wie die Belichtung selbst. Das ganze stört ein wenig während des Fotografierens, allerdings sind die Ergebnisse wirklich sehr gut. Hab leider noch nichts zum Abstellen gefunden.

      kevin.a-k-photo.de/landscapeurlaub/Ostsee/ostsee9.jpg

      Die Tage kommt ein weiterer post mit dem Titel " Land und Leute " ich hab probiert in den Seebädern und Dörfern street ein wenig an die anzutreffende Landschaft und Umgebung anzupassen. Lasst euch überraschen ;)
    • 3. Der Weg zur Leica M9

      Und los geht’s, ich fange an mit meiner kleinen Geschichte auf der Suche nach meiner perfekten Kamera und werde in später nachfolgenden posts auf den alltäglichen Umgang mit der Kamera sowie technische Kleinigkeiten und die Wahl der richtigen Optik eingehen.





      Fangen wir vermeidlich einfach an. Was haben wir da auf dem Bild vor uns?

      Nunja die meisten würden wohl sagen einen knapp 7000 EUR teures Kleinbildequipment mit nur einer Festbrennweite, Verzicht auf Autofokus oder sämtliche Features. Und ich muss zugeben das stimmt, aber warum habe ich trotzdem so viel Geld dafür investiert?

      Um das zu verstehen beginne ich wieder ganz am Anfang dieses Threads, bei einer Bessa R2A mit einem Nokton 35 1.4. Damals wollte ich zusätzlich zu meinem super arbeitendem Canon Equipment eine kleine Kamera einzig und allein zum Genussfotografieren, welche ich immer bei mir habe. Die Fotografie ist nun schon sehr lange eines meiner wichtigsten Hobbys. Ich liebe es Momente meines Lebens festzuhalten und mit meinen Bildern etwas aus meinem Leben erzählen zu können. Im einfachsten Falle sogar meinen Freunden, meiner Familie oder mit selbst von ansonsten längst vergessenen Augenblicken. Allerdings gefällt es mir ebenso welche Freude mir das Fotografieren an sich bereitet, der Moment in dem sich das Bild vor dem geistigem Auge entwickelt, was der Blick durch den Sucher zeigt, das Auslösen des Verschlusses und die Spannung auf das entstandene Ergebnis. Für ein solch positives Gefühl gehören selbstverständlich viele Faktoren wie die Situation, der Ort, das Motiv, die vorherrschende Stimmung aber gerade für mich als Techniker eben auch eine Kamera. Ich wollte eben gerade kein Werkzeug, welches einfach sehr gute Bilder produziert, ich wollte etwas Perfektes was mir bei jeden *KLICK* aufs neue Freude bereitet, mir vom bloßen Anfassen Wohlbefinden vermittelt und mich ja nicht von meinem Bild oder dem eben beschriebenen Gefühl ablenkt und zu sehr in meine Gestaltung mit irgendwelchen Helferchen eingreift. Deshalb ging es damals erst einmal „back too the roots“ wie ihr in dem vorangegangen Bericht lesen konntet.

      Seit dieser Kaufentscheidung ist viel Zeit ins Land gegangen. In dieser Zeit habe ich es mir aus dem Kopf geschlagen mein Hobby zum Beruf zu machen und mit der Fotografie meine Brötchen zu verdienen. Mir ist klar geworden für wen ich eigentlich wirklich Fotografiere, und zwar allein für mich selbst. Natürlich macht es mir Freude meine Bilder mit meinen Freunden, meiner Familie oder mit euch zu teilen und zu diskutieren. Doch eigentlich Fotografiere ich jedes Bild für mein eigenes Wohlbefinden und nicht für Auftraggeber jeglicher Art. Ich Möchte einfach Spaß daran haben. So kam nach reiflicher Überlegung begeistert vom „rangefinder“ Konzept meine erste Leica ins Haus, da die Bessa zwar richtig gut war, aber hier und da noch ein paar Macken besaß. Die Entscheidung auf digital zu gehen war eigentlich Nebensache, mir aber trotzdem wichtig, da ich keine Lust auf das Entwickeln und scannen analoger Bilder hatte. Leica verkörperte für mich die gesuchte Reduzierung auf das Nötige, ob nun digital oder Analog. Kein Schnickschnack den ich nicht unbedingt brauche, lediglich einen Hebel zum Scharfstellen, einen Blendenring, und ein Dreh-Rad für die Belichtung.

      Nun ich liebte meine erste Leica. Jedoch gab es noch ein Manko, sie war nicht perfekt. Ich hatte so viel von meinem hart erspartem Geld dafür investiert, dass ich Perfektion dafür verlangte. Die Handhabung der M8 war genau das was ich wollte, jedoch war die Bildqualität und der Fakt, alle tollen Leica Linsen um den Faktor 1,6 zu verlängern nicht zufriedenstellend. Doch Leica kannte eine Antwort darauf, die die Kindheitsmacken ihres ersten digitalen Versuches zu verbessern wusste. Die Antwort hieß Leica M9. Sie besitzt ein Vollformat Sensor und liefert mithilfe der unzähligen hochwertigen Leitz Optiken ein kaum fassbares Niveau an Schärfe, Farbtreue Dynamik und Bildwirkung welches mich eher an digitale Mittelformatrückteile erinnert als an eine Kleinbildkamera. Als sich die Gelegenheit auftat, da meine M8 aufgrund eines Sturzes nicht mehr reparabel war, griff ich zu.

      Seal spricht mir in seinem „Portrait für Leica“ aus dem Herzen. Wenn jmd. Mit einer Leica fotografiert sagt dies sehr viel über die Person hinter der Kamera aus. Die Suche nach der Perfektion, das Gefühl für Qualität und die Leidenschaft für Fotografie sind die Gründe die mich und einige andere zu einer Leica M9 trieben. Diese Kamera weckt bei mir mit jedem Tag an dem ich sie mit mir habe neue Emotionen und hilft mir mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

      Doch wieder zurück zu dem vermeidlichen einfachen Anfang. Was haben wir da vor uns?
      Eine Kleinbildkamera für deren Preis man locker eine Professionelle Spiegelreflexausrüstung bekommen hätte und trotzdem auf viele Annehmlichkeiten verzichtet. Für die meisten Unverständlich, für mich jedoch ein kleiner Traum der dank der Leistung vieler Wirklichkeit werden durfte und mit dessen Hilfe ich das Fotografieren auf eine unglaublich Emotionale und direkte Art genießen darf.

      Ergänzende Links:

      de.leica-camera.com/photography/m_system/m9/

      stevehuffphoto.com/2010/08/04/…-bad-ass-leica-m9-review/

      youtube.com/watch?v=ka_bkcDYpa…7A&index=106&feature=plcp

      youtube.com/watch?v=1TVS3uzHS3…=UUVmgQawOcdeA9v9o0aukV7A

      youtube.com/watch?v=VV2nDIPQ56…kV7A&index=4&feature=plcp

      youtube.com/watch?v=tR0U_vZ0nC…kV7A&index=9&feature=plcp
    • 3.2 Willkommen Zuhause M9

      Da war sie also, meine eigene M9 direkt aus den Leica Werken in Solms. Was vorher eher wie ein Traum für später aus der Sparte „wenn ich mal groß bin“ erschien, wurde Realität. Die wunderschöne schwarze M9 aus ihrer Original Verpackung zu holen erweckt in mir Gefühle, die mich an eine Bescherung aus meiner Kindheit erinnerten. Es hatte tatsächlich etwas Magisches mit welcher Perfektion und welcher Liebe die M9 verpackt und geprüft wurde. Jeder der meine funkelnden Augen in diesem Moment gesehen hätte, hätte sofort um die Emotionale Bedeutung dieser Kamera für mich gewusst.

      Doch eine Leica ist nicht für die Vitrine gedacht, also Akku Laden und raus damit. Die ersten Bilder mit der M9 zeigten mir, eigentlich ist die M9 auch „nur“ eine M8 mit besserem Sensor. Aber genau das war es ja was ich wollte. Die Handhabung war genauso einfach geblieben, wie man es von der M-Produktserie seit Jahrzehnten gewohnt war. Es wurde nur kleine Dinge verändert, die auch wirklich sinnvoll waren. Und auch der erste Blick am großen Monitor offenbarte mir, ich habe gefunden wonach ich mehrere Jahre lang gesucht hatte. Die M9 liefert in Verbindung mit den traumhaften Leica Optiken gestochen scharfe, klare und Farbtreue Bilder mit einem Hauch Seele. Sie ist eben kein überzüchteter Pixel Bolide sondern ein standhafter Vollformat Sensor welcher kompakte, solide Bilder liefert.

      3.3 Stresstest Alltag

      Eine Kamera lässt sich meiner Meinung nach nicht allein von Laborwerten und kurzen Tests einschätzten. Die wirklich beste Art eine Kamera zu testen ist sie im Alltag zu benutzen. Klingt erst einmal profan, doch genau dafür brauche ich meine Kamera und es gibt keinen härteren Test, denn sämtliche Kleinigkeiten im Umgang mit der Technik fallen hier auf.
      Nun bisher hat die M9 bestanden. Sie ist Tag für Tag mein treuer Begleiter, ich habe sie praktisch fast jeden Tag bei mir und hatte bisher kaum Situationen in denen ich mir etwas anderes gewünscht hätte. Sie ist unauffällig, elegant, einfach und bereitet mir jeden Tag große Freude. Wenn ich durch den großen hellen Sucher blicke, lenkt mich nichts von mir und meinem Motiv ab, ich sehe mehr als durch den Sucher einer SLR denn es bietet sich außerhalb des Leuchtrahmens ein Einblick, in das Geschehen um den Bildausschnitt herum. Dieser „erweiterte Blick“ bietet die Möglichkeit seinen Bildschnitt perfekt festzulegen und zeigt wie sich das Bild bald entwickeln könnte. Für mich gibt es keine bessere Methode gute Bilder zu gestalten. Dabei arbeitet die M9 genau wie ein Uhrwerk, und mit jedem Auslösen des erstaunlich leisen Verschlusses kann man die unglaubliche Qualität die Leica ihren Kunden bietet regelrecht fühlen. Es ist unglaublich auf welch naher und direkter Art ein Motiv auf den Sensor gebrannt wird. Die M9 lässt mich Dirigieren und nicht einen kleinen Prozessor im inneren der Kamera.

      Natürlich gab es auch Momente in denen von Autofokus, Live View und anderen Helferchen verwöhnt scheinbar ein paar Dinge fehlen. Das Display der M9 kann bei weitem nicht mit aktuellen LCD Techniken anderer Firmen mithalten, und auch eine Bildrate von 8 oder mehr Bildern pro Sekunde sucht man hier vergebens. Doch hier zeigt die Erfahrung ist es gerade gut sich auf das Wesentliche zu besinnen, denn was ein guter Gestaltungsprozess wirklich braucht, verkörpert die M9 nicht mehr und nicht weniger.
      Das Leica M System mag sicher nicht die beste Lösung für Sport oder Wildlife Fotografen sein, wohl aber für Genussfotografen und Reporter, die ein wenig im Hintergrund agieren wollen und mit aller Ruhe und Konzentration nach dem ausdruckstärksten Blickwinkel suchen. Genau dafür ist sie geschaffen und auch nur dafür ist sie wirklich, insofern man in der heutigen Zeit überhaupt noch von Perfektion per se sprechen kann, perfekt.

      Bilder aus der letzten Zeit mit der M9:









    • Naja ganz so würde ich es auch nich sehen.

      Gerade bei geringen Iso Zahlen ist dieser CCD schon etwas überlegen z.B. im Vergleich zur 5d, aber man darf auch nicht vergessen, das diese Art Sensor auch extreme Probleme mit sich führt. Mal vom Rauschen abgesehen muss mit den extem dünnschichtigen Filtern aufgepasst werden z.b. Mit IR Lichteinfall siehe Probleme bei der M8.
      Außerdem ist der CCD Sensor auch anspruchsvoller an die Linsen. Man sollte nicht vergessen, dass zu diesen Bildern auch 2000 EUR aufwärts Objektive dazu gehört, die fabelhaft abbilden.