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Photo for life auf ARTE

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    • RE: Photo for life auf ARTE

      Original von Gerano
      Die Meisterklasse von Toscani auf ARTE.

      Wir haben uns die beiden Sendungen, die bisher liefen, live reingezogen. Morgen abend wahrscheinlich die dritte.

      Also von der Meisterklasse lässt der Meister selber nicht viel blicken. Allein die sechs gecasteten Kandidaten zeigen, was sie können. Obwohl ich irgendwie in Erinnerung habe, dass sie sich bewerben durften, um exclusiv etwas von Toscani lernen zu dürfen.


      Die Kandidaten machen Bilder. Anschließend gibt Herr Toscani seine Kommentare dazu. Ich hab nicht nur unter dem Gesichtspunkt gelauscht, ob ich seine Meinung teile, sondern auch, wie hilfreich seine Hinweise sind. Er sagt viel, was an den Fotos schlecht ist. Aber ich vermisse sehr deutlich Hinweise, wie/was man hätte besser machen können.

      Toscani hat selbstverständlich eine wesentlich salonfähigere Wortwahl, aber in Sachen Hilfestellung unterscheiden sich seine Wertungen nicht gravierend von Meister Bohlen.


      Weiterhin wurde den Kandidaten die Aufgabenstellung nicht präzise mitgeteilt. Aber in der Auswertung wurde die Kenntnis selbstverständlich vorausgesetzt.
      Beispiel: Die eine Kandidatin hat ein paar verbotene Schnappschüsse im Wachsfigurenstudio gewagt. In der Nachbereitung konsultierte sie den Meister, ob man solche Fotos verwenden sollte. Klar, er hat sie ermuntert, künstlerische Freiheit, Provokation!
      Der Gast von dieser Zeitung hat aber dann kein einziges der verbotenen Fotos gedruckt.

      Es ist doch sonnenklar, dass Toscani andere Prioritäten setzen kann, als die jungen Leute. Diese Altersgruppe wird immer wieder im Hinterkopf haben, dass man gerne noch öfter mal bei Madame Tussaud hinter den Kulissen fotografieren darf. Da ist ein Foto jenseits von vorherigen Absprachen sicher keine gute Eintrittskarte. Toscani muss sich solche Gedanken nicht mehr machen, wegen seines Alters und wegen seines bisherigen Rufes.


      Ich finde, es ist kein Wunder, dass der erste Kandidat bereits nach zwei Tagen freiwillig ausgezogen ist.


      @gerano
      Konntest du beim Ansehen der Sendung irgendwelche Tipps, Tricks oder Kniffe von Toscani ersehen, mit denen du bei deinem nächsten Akt-Shooting noch bessere Fotos machst?

      An dieser Stelle empfinde ich bei dieser Serie echte Defizite.


      Pfiffikus,
      der für die Schokoladenporträts gerne viel mehr Lob gehört hätte
    • Die Teilnehmer scheinen teilweise wirklich Ausnahmetalente zu sein.(Selma - wow!!!)
      Der Unterhaltungswert der Sendungen besteht natürlich darin, dass ihnen Feuer unter dem Arsch angezündet wird (allein schon die Zeitvorgaben!).
      Aber in einer Meisterklasse ist das völlig korrekt!!!
      Unter widrigen Bedingungen gute Fotos zu machen, sich nicht rausreden zu können, den Job auftragsgemäß zu erfüllen und nicht für sich, sondern für den potentiellen Betrachter zu fotografieren, erzeugt einen Druck, mit dem jemand der sich Meister nennen will, umgehen können muss!

      Hier geht es nicht um Streicheleinheiten, sondern um die Herausforderung auf einer Ebene wie Sanders, Winogrand etc. zu fotografieren. Selbstkritisch zu sein und sich nicht hinter Ausreden zu verstecken.

      Was Toscanni und der Typ von View hier bisher geäußert haben ist völlig korrekt. Die Schokoladenbilder sind Grinsebilder und die Entenbilder völlig daneben. Natürlich kann und soll man vielleicht auch etwas verbotenes fotografieren – aber dann muss man es dem Auftraggeber deutlich sagen, ansonsten ist man unprofesionell.

      Der Typ, der aussteigen will, wäre ein Depp wenn er es macht, weil er einmalige Chancen vergeben würde und zeigt, dass er nicht in der Lage ist, mit Herausforderungen umzugehen.

      Ansonsten: Wäre der Lehrer Toskanni an Stelle seiner Schüler, würde er vielleicht völlig versagen. Aber darum geht es nicht. Die Qualifikation als Lehrer besteht nicht darin, dass man vorturnen kann, sondern darin, dass man die Bedingungen der Meisterschaft kennt und vermitteln kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gerano ()

    • Original von Gerano
      Die Qualifikation als Lehrer besteht nicht darin, dass man vorturnen kann, sondern darin, dass man die Bedingungen der Meisterschaft kennt und vermitteln kann.

      Mit diesem Satz kann ich mich hundertprozentig identifizieren. Aber genau an dieser Stelle setzt ja auch meine Kritik an. Aus diesem Grunde wiederhole ich noch einmal die Frage:

      Original von Pfiffikus
      @gerano
      Konntest du beim Ansehen der Sendung irgendwelche Tipps, Tricks oder Kniffe von Toscani ersehen, mit denen du bei deinem nächsten Akt-Shooting noch bessere Fotos machst?


      Wenn du es konntest, dann möglicherweise auch die Teilnehmer. Dann hätte ich mich eben geirrt.


      Pfiffikus,
      der den Anspruch an diese Sendung gerade dem eingangs zitierten Satz messen will
    • Die Einwendungen und Forderungen von Toscani haben Substanz und Berechtigung und sind auf jeden Fall bedenkens- bzw. verinnerlichungswert.
      Natürlich sind das keine Tricks und Kniffe a la FotoChip und können vermutlich nur von Leuten aufgenommen werden, die sich bereits intensiver mit sich und der Fotografie auseinander gesetzt haben.

      Abgucken kann man sich auf jeden Fall was von den anderen Schülern. Überhaupt kann man sehr viel von anderen lernen, von ihrer Kreativität und ihrer Art mit konkreten Schwierigkeiten umzugehen.

      Völlig falsch angekommen ist die Forderung nach der Aufnahme nicht auf den Kameradisplay zu schauen. Das hat die kleine Französin offensichtlich in den falschen Hals bekommen. Ein gelegentlicher Funktionscheck ist auch und gerade für einen Meister unerläßlich :)
    • Danke an Gerano für den Tipp. Ich habe diese Woche abends keine Zeit für die Ausstrahlung, deshalb war der Web-Link hilfreich. Ich habe gestern die erste Folge per Internet und mit gemischten Gefühlen angesehen. Einige der Punkte wurden schon erwähnt, ich fasse mich kurz.

      Was hat mich gestört?
      - Die Aufmachung der Sendung erinnert zu sehr an "Supertalent" et al. Die Art des Schnittes verbirgt zu viel. Die Einblendungen verschwenden Zeit. Schade.
      - Toscani hat einen Teil der Reaktionen auf seine Anmerkungen ignoriert und ist den Menschen quasi über den Mund gefahren. Krudes Umgehen kann das Lernen erschweren.
      - Die Aufforderung, sich über Recht hinwegzusetzen, finde ich kritisch.
      - Toscanis Art lässt (wie bei Bohlen) den Verdacht aufkommen, dass er kein Maß hat.

      Was hat mich im positiven Sinne fasziniert?
      - Toscani hat geschwitzt. Er hat mitgelebt. (Das unterscheidet ihn von Bohlen.)
      - Die Fragen von Toscani waren erhellend. Sie haben MIR geholfen.
      - Die 6 Fotografen sind schon sehr beobachtenswert. In der Arbeitsweise und in den Ergebnissen.

      Ich werde mit Interesse die nächsten Sendungen verfolgen.
    • @ Hans:
      Natürlich ist die Aufforderung, sich über Recht hinwegzusetzen, kritisch zu hinterfragen – aber genauso auch die Rechte oder die ausgesprochenen Fotografierverbote selber.

      Hier war das Fotografierverbot im Wachsfigurenkabinett eigentlich ziemlich blöd. Der Zweck war sicherlich nur, Konkurrenten davon abzuhalten, den Betreibern bei der Gestaltung neuer Attraktionen zuvor zu kommen. Spätestens dann, wenn die neuen Köpfe der Öffentlichkeit vorgestellt worden sind, fällt der Zweck des Fotoverbots aber weg.

      Dann wäre es toll und sicher auch im Werbeinteresse des Betreibers gewesen, wenn man dieses "making of" fotografisch dokumentiert hätte. Wären von Sena heimlich Aufnahmen gefertigt worden, hätte man die Veröffentlichung vermutlich nachträglich legitimieren können.

      Der erfahrene Meister hätte sicherlich vorab auf diese Interessenlage hingewiesen und wahrscheinlich das Fotografierverbot in ein zeitlich begrenztes Veröffentlichungsverbot umgewandelt.

      Die Aufforderung, sich über Recht hinwegzusetzen bedeutet ja nicht zwangsläufig die Anstiftung brandschatzend und plündernd durch die Gegend zu ziehen, sondern ist wohl eher als Ermutigung gedacht, Regeln nicht ungeprüft zu übernehmen und sich nicht einschüchtern zu lassen.
    • Original von Gerano
      Der Typ, der aussteigen will, wäre ein Depp wenn er es macht, weil er einmalige Chancen vergeben würde und zeigt, dass er nicht in der Lage ist, mit Herausforderungen umzugehen.

      Einmalige Chencen? Welche denn?

      Schauen wir uns doch mal an, welche Chancen ihm da geboten werden. Das richtet sich ganz sicher entscheidend danach, welche in welcher Klasse der Teilnehmer selber spielt.

      1. Unterklasse so wie meinereiner.
        Die kommen in diesem Teilnehmerfeld nicht vor. Darüber müssen wir uns hier nicht weiter unterhalten.
      2. Mittelklasse:
        Dann hätten allenfalls eine Chance, berühmt wie Daniel Kübelböck zu werden. Dauerhaft wäre nicht mehr drin. Auch nicht für den Sieger dieser Woche, wer immer das sein wird.
      3. Oberklasse:
        Diese Leute können natürlich dauerhaft prominent werden. Doch das können sie aufgrund eigener Qualitäten und nicht aufgrund der Teilnahme bei Toscani.
        [/list=a]
        Also welche Chance ist ihm entgangen?

        [quote]Original von Gerano
        Die Aufforderung, sich über Recht hinwegzusetzen bedeutet ja nicht zwangsläufig die Anstiftung brandschatzend und plündernd durch die Gegend zu ziehen, sondern ist wohl eher als Ermutigung gedacht, Regeln nicht ungeprüft zu übernehmen und sich nicht einschüchtern zu lassen.[/QUOTE]
        Hm. Aber wenigstens einer ist mutig genug, übernimmt die Regeln nicht ungeprüft und lässt sich nicht einschüchtern. Er fährt zurück nach Berlin.


        [quote]Original von Gerano
        Was Toscanni und der Typ von View hier bisher geäußert haben ist völlig korrekt. Die Schokoladenbilder sind Grinsebilder und die Entenbilder völlig daneben.[/QUOTE]
        Bei den Entenbildern sind wir uns offensichtlich einig.

        Wenn es um die Schokobilder geht - da sollten wir uns nochmal genau die Aufgabenstellung ansehen. Auf mich haben sie gewirkt.


        Pfiffikus,
        der jetzt erstmal ARTE einschalten muss
    • Toscani provoziert seine Schüler und das spornt sicher an.
      Ich habe alle 3 Folgen gesehen und wundere mich, daß bei so talentierten Fotografen teilweise so ein Mittelmaß zustande kommt. Ganz schlimm fand ich die Fotos von Suchart, der den Bäcker fotografiert hat. Aber bei einer so kurzen Vorbereitungszeit ist es sicher nicht einfach mit der Ideenfindung und diese entsprechend umzusetzen.

      Gestern war es auch wieder interessant, zu sehen, wie verschieden die Vorgehensweise beim Modelshooting war. Coline hat es ja auf das Titelbild geschafft. Einige Fotos der Teilnehmer fand ich richtig toll, andere zu klischeehaft.
      Diesmal hat Toscani auch helfend eingegriffen, auch wenn das nicht immer gewollt war. Auf jeden Fall war die Sendung sehr unterhaltsam.

      Die Fotos, die bei den Shootings entstanden sind kann man hier sehen, auch die von Coline, deren Speicherkarte gestreikt hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von autofocus ()

    • Original von Michael
      vielleicht könnten wir uns mal gemeinsam Treffen zu einem gemütlichen Fernsehabend.... jeder bringt was mit und so...
      Aber ich glaub, Dingsknipser wohnt nicht in Gera oder ?(


      nein, in Teuchern, daß sich zwischen Zeitz und Weißenfels befindet.

      Gruß phoenix

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phoenix ()

    • Ich lade die Folgen auf meine Onlinefestplatte hoch und schicke euch (die sich hier eintragen) die Links zum Download als PN. Sind pro Folge ca. 270MB im mp4-Format, Upload dauert also noch die eine oder andere Minute...
      Ich bin immer so müde! Außer wenn ich schlafe....dann geht's...

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