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RTL zerpflückt

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    • Ach komm - die Menschen wollen lästern und gehässig sein. Sie wollen andere ausgrenzen und sich dabei gut fühlen. Sie wollen sich bestätigen, dass es andere gibt, die noch dümmer, peinlicher, schlimmer, böser sind als man selbst. Deswegen funktioniert doch auch das "zerpflücken" der Sendung. Die Menschen wollen mit dem Finger auf die bösen RTL Leute zeigen, obwohl sie das liefern, was bei einer Quote von 9-11% ca. 3-4 Mio Zuschauer sehen wollen.
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    • Styxn schrieb:

      Ach komm - die Menschen wollen lästern und gehässig sein. Sie wollen andere ausgrenzen und sich dabei gut fühlen. Sie wollen sich bestätigen, dass es andere gibt, die noch dümmer, peinlicher, schlimmer, böser sind als man selbst. Deswegen funktioniert doch auch das "zerpflücken" der Sendung. Die Menschen wollen mit dem Finger auf die bösen RTL Leute zeigen, obwohl sie das liefern, was bei einer Quote von 9-11% ca. 3-4 Mio Zuschauer sehen wollen.
      In Deutschland leben ca. 81 Mio Menschen, wenn die Quote stimmen würde, würden etwa 5% davon diesen Müll sehen. Quoten sagen aber eher nichts aus. Sehr viele Leute, immer mehr übrigens, sehen gar kein TV mehr, zumindest nicht in der aktuellen Form. Nicht eingerechnet sind die sendereigenen Mediatheken, die Nutzer von reinen Streamingdiensten (Maxdome, Netflix, Amazon...) und jene, die sich ihr TV selbst über das Internet piraterieren. Außerdem ist die Frage, wer diese GfK Familien sind, die sich freiwillig ein zusätzliches Gerät ins Wohnzimmer verkabeln lassen und dann ständig beim Fernsehen einen Knopf (und wenn die Mutti dazu kommt noch einen, und wenn das Kind dazu kommt noch einen) drücken. Woher weiß das Gerät dann, ob jemand eingeschlafen ist, ob jemand in der Küche ist und Abendessen macht und vergessen hat, die Kiste auszuschalten? Würden sich durchschnittliche Mittelklassefamilien das antun, zumal TV bei denen meist eine eher untergeordnete Rolle spielt? Würden Professoren und Studenten sich das antun? Was genau soll die Quote also aussagen? Nachgewiesenermaßen nichts. Der Zweckt der Quote ist übrigens, Werbeminuten zu verkaufen. Der Sendern ist es sehr daran gelegen, das massiv fehlerhafte System nicht zu ändern, weil es ihnen nützt. Es ist wichtig, mit billigem Schrott möglichst viel Quote zu erzielen, um Werbeminuten teuer zu verkaufen. Dafür darf die Quote garnicht realistisch sein.

      Abgesehen davon ist dein Menschenbild deprimierend zynisch. Ja, der Mensch nutzt Abgrenzung zur Selbstdefinition, aber Abgrenzung muss nicht zwangläufig Ausgrenzung und Abwertung sein. Meint, ich bin nicht du, ich bin anders als du und ich bin okay so wie ich bin - du bist nicht ich, du bist anders als ich und du bist okay so wie du bist.

      Übrigens war deine These, dass das, was wir zu sehen bekommen, prägt wer wir sind. Das würde bedeuten, wenn man deiner These folgt, dass das, was das Fernsehen liefert gehässige und lästernde Menschen erzeugt.

      Man könnte allerdings kritisieren, dass ZDF_NEO die Menschen, die das betrifft, gar nciht erreicht, da diese sowieso nie ZDF_NEO schauen. Denen, die diesen Sender sehen, ist der Umstand längst bekannt, zumal Holger Kreymeier von FersehkritikTV sich schon seit Jahren immer wieder mit diesen Dingen beschäftigt und sich auch schon mehrfach von Gericht mit RTL gestritten hat (siehe Supernanny und toter Hund, oder ScheißRTL).

      Noch dazu: wenn wirklich (was aus genannten Gründen zu bezweifeln ist) 3-4 Mio sich solche Sendungen ansehen, sind das ca. 95% der Deutschen, die sich sowas NICHT ansehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flitzpiepe ()

    • Die TV-Quote ist ein statistischer Mittelwert der Empfangshaushalte also der angenommenen TV-Zuschauer und nicht der Einwohner von Deutschland. Ja die erhobenen Daten werden für Werbung, Kunden/Zuschauerverhalten etc. genutzt. Streamingdienste erstellen ihre "Quoten" präziser nutzen diese aber auch zur Kundenbindung und zur Unternehmensbewertung oder Werbung. Jede pupsige Facebookseite kann sich anzeigen lassen, wie die Beitragsreichweite ist. Bei YouTube werden die Clicks gewertet und haben Einfluss in die Statistik, das ist auch nur um für Werbende relevant zu sein. Klar kann man bei YouTube sehen, wie lange und bis wann das Video geschaut wurde, aber das hat keinen Einfluss auf die Werbung.

      Und was tut man mit der Erkenntnis? Man passt das Programm denen an, die es gucken wollen. Oder man baut sich einen neuen Zuschauerkreis auf zeigt denen, was sie sehen wollen und vergrault die alten, die aber dafür sorgen, dass man eine Einkommensrechtfertigung hat und leben kann. Der Anbieter ist der Dienstleister - der Kunde bestimmt, wo es lang geht - dann gibts was zu Beißen oder n schickes Auto etc.

      Ich kenne Menschen, die so ein Programm schneiden, filmen und ausarbeiten. Von denen sind nur ganz wenige stolz auf das, was sie tun. Sie tun es, weil sie einen persönlichen Vorteil daraus haben. Der Vorteil heißt Miete bezahlen können, Krankenversicherung bezahlen können, Essen bezahlen können oder die Familie erhalten oder eigene Projekte damit finanzieren. Und es kommt die "Entschuldigung" mach ich es nicht, tuts jemand anderes. Was auch ja auch der Fall ist. Ich kenne genügend Menschen, die so ein Programm sehen und sich danach besser fühlen als vor der Sendung. Erstaunlich viele Pädagogen sind darunter (gut jetzt weiß ich nicht, ob nur übermäßig viele Pädagogen in meinem Bekanntenkreis habe und somit statistisch gesehen mehr Treffer habe oder ob sie sich aufgrund ihrer Tätigkeit dazu hingezogen fühlen)
      Ich prange das nicht an. Für mich ist das ok, wenn jeder weiß was er damit anrichtet und für die Konsequenzen die Verantwortung mit übernimmt. Was mir aber tierisch auf den Geist geht ist diese Doppelmoral. Wer traut sich denn einzugestehen und klar zu sagen: Ja ich schade durch den Konsum oder die Erzeugung anderen Menschen, weil ich mir einen Vorteil aus meinem Handeln erhoffe. Oder man sagt sich auch mal: ja ich freue mich, dass es den, den oder die erwischt hat. Ja, ich bin schadenfroh und lästere gerne hämisch über welche ab, die sich zum Affen machen, weil sie sich daraus einen Vorteil versprechen und ich ihnen den aber nicht gönne.
      Wir wollen unseren Vorteil sehen und verfolgen ihn und rechtfertigen die Nachteile der anderen damit, dass es entweder a) alle anderen auch machen und b) man gar nicht anders könnte. Man müsste sich eingestehen ein böser oder ein schlechter Mensch zu sein. Was sie meiner Meinung nach nicht wären, sondern lediglich Menschen, die ihren Vorteil sehen. Die Angst davor ein schlechter Mensch zu sein macht die Menschen unehrlich und "doppelmoralisch".

      Ich verstehe jetzt den Zusammenhang mit der These nicht, bzw nicht worauf du hinaus willst. Ja Menschen werden von äußeren Umständen geprägt und äußere Umstände lösen verhalten aus. Menschen suchen sich bewusst oder unbewusst/konditioniert äußere Umstände, die sie weiter so prägen, wie sie es gewohnt sind. Ein geändertes äußeres Umfeld mit anderen Wirkungen verändert auch den Menschen, die Ansichten, die Verhaltensweisen. Gehirne sind plastisch und passen sich den Gegebenheiten an, wenn sie wie vorgesehen funktionieren. Wie bewusst sich der Mensch für ein anderes Umfeld entscheiden kann und ob er dort aufgenommen wird und Wirkungen empfängt sind eine andere Sache.
      Ist man einem immergleichen TV-Programm, Facebook-Pegidaseiten, Pornoseiten, Weltnachrichten, ausgesetzt (bewusst oder unbewusst ist eigentlich egal), spiegelt und übernimmt man die angebotenen Verhaltensweisen und nutzt sie als Problemlösestrategie. Die Wünsche, Ziele, Ängste und Befürchtungen verändern sich und passen sich der Lebensweise, dem Umfeld an.

      Aber @ dass sich 95% der Deutschen das nicht angucken und der Rückschluss dahingehend gezogen wird, dass ich mit meinem allgemeinen Menschenbild falsch liege ist irgendwie billig.
      Du lässt die Programmvielfalt vollkommen außer acht. Schwiegertochter gesucht ist doch nur ein Extrem im vorführenden Programmsegment und der Kunde/Zuschauer hat die freie Wahl, wie tief er mit seinem Niveau sinken will. Wer die dicke Vera nicht mag guckt sich eben Bauer sucht Frau an, weil die Inka niedlicher oder fickbarer wirkt, oder tatsächlich an die Große liebe im TV glaubt und sich über eine kitschig, herzliche Stunde abseits vom Alltag erfreut. Wer nicht an das Liebesglück vom Bauernhof glaubt, guckt sich Frauentausch an und wer nicht mag, dass die Menschen erniedrigt werden, der guckt eben Zuhause im Glück oder Raus aus den Schulden an, wo ebenfalls gestrauchelte und gescheiterte Menschen vorgeführt werden.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Styxn ()

    • Noch ein Nachtrag - die Frage, die ich mir nun stelle, bekäme ARD, ZDF etc. nicht den Rundfunkbeitrag, könnten sie sich dann noch den durchweg hohen Qualitätsanspruch erlauben, oder müssten sie ebenfalls um die Kunden kämpfen, die RTL etc. bereits für sich gewinnen konnte? Mit dem König im Rücken kann sich ein Narr halt mehr erlauben.
      Das ist ähnlich, wie ein Busfahrer vom städtischen Betrieb mit Tarifvertrag, der sich über den Privaten oder den Busfahrer vom Privaten lustig macht, weil er die Hooligans und Ultras zum Drittligaspiel fahren muss.
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